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Reisetermine 2013: 7.-10. Februar (Brechtfestival!) und 14.-17. November sowie für Gruppen nach Vereinbarung
Do. Bis 17:00 Uhr Ankunft in Augsburg, Begrüßung im Hotel und Möglichkeit zum Abendessen. Einführung in Brechts ambivalente Beziehungen zu Augsburg. Die Bindung des Dichters an seine Heimatstadt war weitaus intensiver als sein berühmter Ausspruch: "Das beste an Augsburg ist der D-Zug nach München" nahe legt.
Fr. Ausgangsspunkt auf userem Weg zu den authentischen Orten der Kindheit ist das Geburtshaus (Brecht-Museum) an den Lechkanälen, deren "Wassermusik" die poetische Ader Brechts zum pulsieren brachte. Für einen Platz im Stadttheater zahlte der neugierige Schüler 20 Pfennige ganz oben in der Stehgalerie. Wir treten vor das Haus, wo der junge Brecht mit seiner Jugendliebe Paula Bannholzer, seiner "Bittersweet", flirtete. Vor der Schule erfahren wir von der Weigerung des Schülers einen Aufsatz über den ehrenvollen Soldatentod zu schreiben. Mit Lesungen und Zitaten geht es zurück zur Haindlkolonie.
Neben seiner Lieblingsbeschäftigung, den Kahnfahrten am alten Stadtgraben, zieht sich Eugen Bertolt Friedrich zum Dichten unter die "Kastanienbäume" zurück. Hier entwirft er Szenen zum Spartakus, später Trommeln in der Nacht genannt. In der Dachmansarde des Elternhauses genießt er den künstlerischen Freiraum und inszeniert sein Leben als Bohémien. Dort hängt auch das Bildnis Baals, gemalt von seinem Freund "Cas" Neher, ein Totenschädel starrt vom Schreibtisch und die "Klampfe" steht bereit. Er konzipiert den Baal und verfasst über seine wilden Erlebnisse Lieder und Gedichte in der Hauspostille.
Sa. Die andere Seite der Bürgerstadt - mit Besuch der Fugger-Siedlung
Im schlechternährten Augsburg des ersten Weltkrieges verlieren die bürgerlichen Werte für Brecht an Bedeutung. Das Vergnügen zieht ihn hinunter in die Jakober Vorstadt. Vor Gablers Taverne hören wir Gesang ganz nach Brechtscher Manier. Die Wirtsleute spendierten der hungrigen Clique um den Dichter zum Bier auch mal Rettichbrote. Nahe bei, zwischen Brauereien, Freudenhäusern und Arbeiterquartieren, liegt (bis heute) die erste Sozialsiedlung der Welt, die Fuggerei. Hier hört man noch die Augsburger Mundart, die Brechts Stil beeinflusste. Und hier entwirft Brecht die abenteuerlichen Geschichten von Seeräubern und Szenen in den fernen Städten Amerikas, bis ihn die Aufbruchstimmung packt und er größere Bühnen sucht.
So. Abschließende Lesung aus Briefen
Enthaltene Leistungen:
Veranstalter:
Literarisch Reisen, Tempelhofer Weg 26, 10829 Berlin, Telefon: 030-694 56 24, mobil: 0163-1724205, Fax: 030-417 237 28, www.literarisch-reisen.de